Leseprobe Band 4



KAPITEL 1

1MON: MONTAG  11.04.2030

Ich war noch einige Tage bei Nicolai. Ich packte meine Sachen und schaute auch nochmals nach den Kleinen. Die freuten sich schon riesig ihren Papa zu sehen. Nicolai und ich hatten uns ausgesprochen. Es würde niemals zwischen uns gut gehen. Die alten Gefühle verwirrten uns beide, aber wir waren einer Meinung. Ich verabschiedete mich von Nicolai und zwinkerte mich und die Kinder nach Hause. Dort war ich leicht verwirrt. Vor mir stand ein anderes Haus. Dort stand eine Villa. Sie war sehr alt gehalten, aber hübsch. Ich ging rein und stellte meine Sachen ab. Die Kleinen hießen Lena und Artur. Beide ließ ich im Wohnzimmer und suchte die Küche. Dort hörte ich Alex. Vielleicht kann er mir erklären, was los war. Ich begrüßte Alex mit einen Kuss. „Ich hab dich vermisst Schatz. Wie geht es den beiden Kleinen?“, fragte er. „Ich hab dich auch vermisst. Den beiden geht es gut.“ „Das find ich schön. Wo sind sie?“ „Im Wohnzimmer.“ Er rannte sofort ins Wohnzimmer und begrüßte beide. Ich ging zu Alex und fragte: „Wo ist mein altes Haus?“ „Naja. Ich dachte mit den Zwillingen wird es ein bisschen eng und da hab ich mit deinen Architekten gesprochen. Da wir nicht wissen wie viele Kinder wir noch bekommen dachte ich, ich vergrößere es.“ „Das ist ok, aber du hättest mich vorwarnen können.“ „Ich dachte, es gefällt dir.“ „Es ist wunderschön mein Schatz.“ „Puh. Satan sei Dank. Ich hatte schon Angst.“ „Haben sie schöne Kinderzimmer bekommen?“ „Da mir Chris geholfen hat und er hat ein Händchen für Kinderzimmer. Ach schau sie dir an.“ „Wo oben oder unten?“ „Die Kinderzimmer sind unten.“ „Ok.“ Ich ging in die Zimmer. Dort waren sogar Namensschilder an den Türen. Das war niedlich. Ich schaute mir alle Zimmer an und staunte. Alexja hatte ein Prinzessinnen Zimmer. Artur hatte ein blaues mit Autos und Lena eins mit Feen und Riesen, also Fantasystyle. „Ich hoffe es passt dir Schatz“, sagte Alex hinter mir. „Die sind wow.“ „Sag es Chris. Ich hatte nur die Ideen. Er hat sie umgesetzt. Ich glaube er hat seinen Beruf verfehlt.“ „Das glaub ich auch.“ „Naja. Er meinte, wenn wir da was verändert haben wollen, sollen wir ihn anrufen. Er meinte, nur er will da was verändern.“ „Das darf er auch.“ „Das hab ich ihn auch gesagt. Ich dachte mir, das niemand anderes das schöner hinbekommen hätte.“ „Das denke ich auch.“ „Naja und was machen wir jetzt und nein, gleich machen wir kein weiteres Baby.“ „Das geht doch gar nicht.“ „Ich weiß, aber wer weiß wer weiß.“ Ich grinste und fragte aus den Zusammenhang gerissen: „Was hältst du von Pferden? So muss ich nicht zu Tesno mit Alexja?“ „Klar, aber da brauchen wir ein größeres Grundstück.“ „Das ist nicht schwer.“ „Ich hab nichts dagegen.“ „Gut. Ich liebe dich.“ „Ich dich auch. Du musst, aber Blacky sagen das, das nicht sein Futter ist.“ „Das weiß Blacky.“ „Das will ich hoffen. Ab und zu ist er schon ein bisschen durcheinander, der gute alte Panter.“ „Ich weiß und achja. Ich muss dir noch was gestehen.“ „Ja. Das klingt jetzt nicht gut. Was?“ „Ich hab Nicolai geküsst. Es tut mir so leid. Ich weiß nicht warum und ich hab ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich dich doch über alles liebe.“ „War es nur der Kuss?“ „Ja. Die letzten Tage haben wir uns ausgesprochen.“ „Das ist gut. Wenn es nur der Kuss war, dann passt es und ich glaube auch nicht, das du mir jemals mit Nicolai fremdgehen würdest.“ „Richtig. Ich war zwar mal mit ihm zusammen, aber das ist lange her.“ „Ja, sehr lange.“ Man merkte, dass Alex rechnete. Alex glaubte meine Lüge. Ich war ihm mit Nicolai fremdgegangen und ich habe es genossen. Ich umarmte Alex und küsste ihn. Er erwiderte es und meinte: „Ich dachte, ich geh die Sache ruhiger an und werde nicht gleich aggressiv.“ „Warum ist der Vorgang so leer? Da hängt nicht mal ein Bild.“ „Ich dachte wir könnten Fotos machen. Wir werden nicht älter unsere Kinder schon.“ „Da hast du recht. Die Idee find ich toll.“ „Ich frag mich, warum wir das nicht bei Valentin gemacht haben.“ „Es war unser erstes Kind und wir hatten viel Stress.“ „Das stimmt allerdings und ich habe noch eine Überraschung für dich.“ „Welche?“ „Ich werde ab sofort von Zuhause aus Arbeiten. Das heißt, ich kann mich mehr um die Kinder kümmern.“ „Also, so wie ich.“ „Richtig. Wir haben jetzt zwei Büros in der Wohnung.“ „Das ist gut.“ „Ich bin gespannt, wie gut das läuft mit der Heimarbeit.“ „Ich auch.“ „Nunja. Mein Clan wird sowieso nebenbei noch von Chris kontrolliert. Da ist Chris auch besser. Ich hätte ihn einstellen sollen.“ „Das hätte ich auch machen können.“ „Ja Schatz, aber ich wollte dich nicht noch zusätzlich überstressen. Du hast schon genug mit der Akademie am Hut.“ „Danke.“ „Kein Problem. Ich dachte, es ist schöner wenn wir beide Zuhause etwas mehr auf Romantik setzten können.“ „Das stimmt.“ Alexja kam nach Hause. Wo kam sie her? Sie knuddelte mich. „Wo warst du?“, fragte ich lieb. „In der Akademie. Kann ich nicht von Zuhause aus lernen?“ Ich schaute Alex an. „Ja. Wenn wir einen guten Lehrer finden. Wieso nicht?“ „Danke“, meinte sie und ging in ihr Zimmer. „Hast du einen Lehrer im Kopf?“ „Ähm. Marius und Feris.“ „Feris find ich eine gute Idee. Wir haben genug Tee im Haus oder?“ „Ich dachte mehr so, Feris gibt ihr alles zum Lernen und mit Marius macht sie es. Feris muss sich um die Akademie kümmern.“ „Das stimmt allerdings, aber er könnte ab und an vorbei schauen.“ Ich nickte und zündete mir eine Zigarette an. Alex suchte wohl nach seinen Zigaretten und meinte: „Scheiße.“ Ich gab ihm eine. „Danke. Ich hab meine irgendwo liegen lassen.“ Ich grinste und ging mit ihm in die Küche. Dort stand immerhin ein Aschenbecher. „Sag mal Oney. Wie viele Kinder müssen wir eigentlich machen?“, fragte er grinsend. „Eigentlich jedes Jahr eins, aber ich kann den Meister bitten, das es weniger sind.“ „Das wäre lieb.“ Ich grinste und sagte: „Wir hatten eh Schonfrist. Bedenke das.“ „Ich weiß. Ich habe auch nichts gegen viele Kinder, aber jedes Jahr ein neues, das wird hart.“ „Im Prinzip nicht. Sie sind sehr eigenständig, das ist der Unterschied zwischen Dämon und Vampir.“ „Ich weiß. Ich finde das auch sehr angenehm, das sie eigenständig sind.“ „Hast du dich nie gefragt, warum ich so viel Geld habe?“ „Eigentlich nicht. Ich dachte, du hast gut gewirtschaftet.“ „Nein. Mein Privatvermögen kommt vom Meister. Das ist alles dafür gedacht, das ich Kinder bekomme und mir Nannys holen kann, sie Privatunterrichten nehmen zu lassen und so.“  „Achso, deswegen, aber du hast doch auch einen Teil selbst eingenommen.“ „Ja natürlich. Ich habe anfangs aktiv in der Akademie gearbeitet mit Geldverdienen. Jetzt hab ich so viel, dass ich das nicht brauche. Mein eigenes Geld mit Erbe usw. beläuft sich auf zwei Billionen, durch Zinsen und so.“ „Oh. Ok. Das reicht. Da fällt mir ein, ich habe dich noch nie gefragt woher du dein Geld hat.“ „Nunja. 1800 gab es mehr Zinsen. Ab 1900 hatte ich die Akademie und der Meister hat mir auch was gegeben, aber das wurde nicht eingerechnet.“ „Achso.“ „Ich weiß es ist April, aber gehen wir mit den Kinder in den Zoo?“ „Klar. Die werden so schnell keine Erkältung bekommen.“ „Hast du den Kinderwagen gekauft? Die Zwillinge werden schnell müde?“ „Klar. Der steht irgendwo hier rum.“ „Passt. Ich kauf unterwegs noch eine neue Kamera. So können wir die ersten Bilder machen.“ „Passt. Das wird heute ein lustiger Tag im Zoo.“ „Ich mach die Kinder schon fertig. Wobei. Ich packe die Tasche oder willst du?“ „Du packst die Tasche. Ich vergesse nur die Hälfte wie immer. Wir kennen uns schon lange genug.“ Ich nickte und packte zuerst die Tasche mit Trinken, Essen, Stofftiere, Blut und feuchte Tücher für dreckige Hände. Die Zwillinge hatten Stoffhasen, also die mit hängenden Armen und Beinen. Artur hatte einen schwarzen, Lena einen weisen. Sie wollte fast alles gleich haben. Ich ging zu den Kindern und zog ihnen Jacken an. Alexja konnte das alleine. Alex richtete das Auto her. Als wir fertig waren gingen wir zum Auto. Bevor ich, aber die Haustür zumachte fragte ich Alex: „Brauchen wir jetzt Schlüssel oder ist es das alte System?“ „Das alte System.“ „Der Pin ist der alte?“ „Ja. Das kannst du, aber gerne umändern wenn du willst.“ „Nein, will ich nicht.“ Wir stiegen ins Auto und wir fuhren los. Auf den Weg zum Zoo kaufen wir eine Kamera und Speicherkarten. Danach ging es weiter zum Zoo. Die Kinder freuten sich riesig und machte große Augen, als wir nach dem zahlen den großen Zoo betraten.