Leseprobe Band 3



Kapitel  1


1mon: Samstag 13.12.2029

Nun waren wirklich 10 Jahre vergangen. Jetzt muss ich nachdenken, was in den letzten Jahren so war. Genau, Valentin ist 16 und immer noch mit Annabell zusammen. Sie ist zu einer sehr hübschen Vampirin herangewachsen und arbeitet bei mir im Kinderheim. Sie macht also dort ihre Ausbildung und ist sehr oft bei uns. Mal sehen wann sie heiraten. David hat nun eine kleine Tochter. Er ist ungewollt Vater geworden. Die Tussi hat ihm das Kind ohne weitere Worte in die Hand gedrückt und ist abgehauen. Alex und ich halfen ihn bei der Kleinen. Sie ist 2 Jahre alt und extrem süß. Sie und Alexja sind beste Freunde und auch immer bei uns, durch die Kindertagesstätte die ich in der Akademie hatte. David mochte sie nicht so nahe an seinen Laden haben. Ich verstand ihn. Noch dazu sind Kinder das beste Druckmittel und da ist es besser wenn ein Dämon auf sie aufpasst. Einkaufen gehen wir auch sehr oft und er ist nun auch ein guter Familienfreund. Nicolai machte einen Kurzurlaub um seine Kinder zu besuchen, die im Wohnheim lebten. Sein Sohn klebte an mir und hat sich von Alex schon eine gefangen. Chris zahlt Alex nun Miete für die Wohnung, da er nun oft hier Urlaub macht. Alle aus seinen Clan liegen ihm wieder zu Füßen und er hat genug Weiber die ihn anbeten. Valentin und Chris hingen immer bei David rum, um was zu trinken. Gut, dass Valentin gegen Chris Einstellung war, was Frauen anging. Irgendwie gingen wir alle zu David um was zu trinken. Das Black Hole war vergessen. Jedenfalls sollten wir nun zurück in die Realität. Es ist Eiskalt draußen und ich redete fast nur russisch wenn ich von der Akademie kam. Ich unterrichte selbst meine russischen Gäste. Alex klingt sich nach einiger Zeit aus, während Nicolai und ich am dauer reden waren und man mich erinnern musste deutsch zu reden. Ich war dabei schwere rote Samtvorhänge aufzuhängen, damit ich nicht um sonst heize. Immerhin war es Winter und ich hatte ein Glashaus. Also hing ich überall Vorhänge auf. Bloß wie ich es machte passte Alex nicht.  Ich stand mit High Heels auf einer wackeligen Leiter. Alex beobachtete mich. Er hat wieder irgendwas vor. Die zwei Kleinen behielt ich ebenfalls im Blick, während beide Erdbeereis  futterten. Alex stellte sich neben mich und schüttelte die Leiter. Dabei sagte er: „Siehst du. Das ist gefährlich. Du könntest runterfallen.“ „Ja. Wenn ich kein Gleichgewicht habe.“ Er schüttelte nochmal. „Du könntest da jederzeit runterfallen.“ „Lass das jetzt.“ Ich stand noch auf der Leiter. Er schüttelte so lange an der Leiter, bis ich wirklich runterfiel. Er fing mich auf. „Und wir haben jetzt einen Sturm im Haus?“, fragte ich. „Ja. Einen schrecklichen.“ „Dann mach du das.“ „Ok.“ Er holte einen neue Leiter aus dem Keller und hing die Vorhänge auf. „Schön machst du das“, sagte ich frech. „Ja. So brichst du dir wenigstens nichts. Bei mir heilt das wenigstens sofort.“ „Irgendwie sieht das rot scheiße aus.“ „Willst du neue Vorhänge oder was?“ „Nein, aber es sieht so aus wie bei David.“ „Ach verdammt.“ „Egal. Das waren die einzigen die Kälte abhalten.“ „Ich kann schnell neue besorgen.“ „Nein. Oben haben wir ja schwarze. Da ist es eh leichter. Da ist mehr Wand.“ „Stimmt.“ „Warum hab ich gleich nochmal ein Glashaus?“ „Weil du es wolltest.“ „Stimmt. Achja. Ich hab eine Überraschung. Ich hole einen alten Freund wieder nach Hause.“ „Ok.“ „Du wirst ihn lieben.“ „Das will ich hoffen.“ „Also. Ich bin kurz in der Unterwelt.“ „Ok. Viel Spaß.“ Ich zwinkerte mich in die Unterwelt. Ich wollte Blacky meinen schwarzen Panter holen. Ihn hatte ich seit ich jugendlich war und er war mir immer ein guter Freund. Er altert nicht durch einen Zauber, aber ich hatte ihn durch den ganzen Trubel in den letzten Jahren vergessen. Ich stand in meinen Palast, in der Unterwelt und rief ihn: „Blacky!“ Er rannte sofort freudig auf mich zu und sprang mich an. Vati hat ihn gefüttert und sich um ihn gekümmert. Ich hatte ihn ewig nicht gesehen und er kuschelte sofort mit mir. Ich bin froh, dass ich ihn wieder mitnehmen konnte, da nun alles gut lief. Ich zwinkerte mich und meine Kuschelkatze ins Wohnzimmer zurück nach Hause.  Alex schaute den Panter an. „Das ist also ein guter Freund, den ich mag?“, fragte Alex sofort. „Ja. Er ist lieb und kuschelig.“ „Ok. Hi.“ Er schaute ihn an und Blacky kuschelte ihn gleich. „Er heißt Blacky“, meinte ich. „Hi Kleiner.“ Er kuschelte ihn sofort und die zwei Mädchen liefen gleich auf ihn zu und kuschelten ihn. 


Alexander: Samstag 13.12.2029

Ich war mit den Vorhängen fertig. Oney war vorher meditieren gegangen. Nikar und Marius hatten oben die schwarzen Vorhänge aufgehängt. Als ich von der Leiter stieg schaute mich Blacky hilfesuchend an. Alexja wollte ihn reiten. Sie versuchte es zumindest und er ging immer wieder weg. Diana wollte ihn nur dauerknuddeln. Das wurde ihm ebenfalls etwas zu viel. Es klingelte in diesem Augenblick. Blacky benutzte es um abzuhauen. Es klappte nur nicht. Alexja war schneller. Der armer Kerl. Er hätte besser in der Unterwelt bleiben sollen. David, der mittlerweile kinnlange Haare hatte, war da. Er wollte mit seiner Kleinen spielen. Wahrscheinlich Lego oder sowas. Er grüßte Oney, die im Wohnzimmer meditierte und  fragte: „Oney? Hallo?“ „Die meditiert, David. Da bekommt sie niemanden mit, der mit ihr redet. Deine Kleine jagt den Panter.“ Ich deutete auf Blacky. Der nun auch hilfesuchend zu David schaute. Zwei kleine Mädchen die ihn jagten, armer Kerl. Diana rannte gleich zu ihren Papa. „Papa“, kam es. Er knuddelte sie. Er war ein süßer Vater. Das hätte nie jemand gedacht, aber es war so. Er nahm die Kleine und spielte in Alexjas Zimmer mit ihr Lego. Alexja ging auch mit und Blacky setzte sich aufs Sofa. Er schlief dort. Er ist doch nur eine große Miezekatze. Ich hörte wie Valentin und Annabell sich stritten. Wie so oft. … Gott Junge … Sie kam heulend runter und meinte: „Er hat nie Zeit für mich.“ „Hmmm. Das hab ich noch nicht wirklich mitbekommen Annabell, aber ich arbeite auch nebenbei. Was macht er den sonst?“ Sie wollte sich auf die Couch setzen und bemerkte Blacky. Er  schaute sie geschockt an. Sie nahm den Sessel. „Mit seinen Kumpels was machen. Im Puff. Ich glaube er geht fremd!“ „Da er mit David befreundet ist, glaube ich das eher nicht Kleine.“ „Ja aber.“ „Wir können dich überraschend hinbringen, wenn er drin ist“, sagte ich grinsend. Sie grinste und meinte: „Gute Idee.“ Sie verschwand und machte sich in der Küche einen Tee. Sie wohnte schon halb bei uns. Ich schaute aus dem Fenster und bemerkte, dass mich 5 Panter anschauten. Blacky ging zur Türe und machte diese auf. Er kuschelte mit einem. Das war wohl ein Weibchen und er war der Chef. Die anderen blieben auf Abstand. Oney kam wieder zu sich. „Hi Schatz. Seit wann sind draußen 5 Panter?“ „Schon immer.“ „Achso.“


1mon: Samstag 13.12.2029

„Blacky ist ein Zuchtkater“, erklärte ich. „Aja. Warum wusste ich nichts von den 5 anderen?“ „Die waren im Wald und ich hab es vergessen. Ich bin alt.“ „Naja. Bei den riesen Wald bemerkt man die auch nicht.“ „Richtig. Hab ich was verpasst?“ „David ist oben und spielt mit unseren Töchtern. Alexja wollte Blacky reiten. Annabell sitze in der Küche und hat sich einen Tee gemacht, weil sie sich mit Valentin gestritten hat. Wie immer.“ „Achso. Dann sag ich hallo und kümmere mich um das Problem.“ „Gut. Du glaub du kannst ihr besser helfen, wie ich.“ „Ja. Ich habe mittlerweile 4 Kinder.“ „Ja, ich weiß.“ Ich küsste Alex. „Ich dachte du wolltest dich um was kümmern“, sagte er lachend. „Ja, aber für dich hab ich auch noch Zeit.“ „Ah. Das finde ich gut.“ Ich ging nach oben und grüßte David. Beide Mädchen liefen auf  mich zu. „Mama“, meinten beide. David sagte: „Das ist nicht deine Mutter.“ „Das wird sie jetzt nicht verstehen, David.“ „Das denk ich allerdings auch, später vielleicht.“ „Ja. Ich sag ihr auch ständig, das ich nicht ihre Mama bin.“ „Naja. Sie kennt ihre Mutter nicht wirklich.“ „Stimmt und wie geht es dir?“ „Naja. Etwas genervt.“ „Warum denn?“ „Ach. Meine Türsteher werden immer dümmer. Obwohl sie besser ausgebildet sind.“ „Lass dich nicht ärgern.“ „Ich werde alle rausschmeißen und neue einstellen. Die brauchen zwar einen neuen Kurs bei dir, aber egal.“ „Ja, mach das.“ Ich nahm Diana hoch. Sie zupfte eh an mir rum. Alexja schaute beleidigt und kuschelte sich an David. „Kleine. Du musst nicht beleidigt sein. Du bist ihre einzig wahre Tochter.“ „Die nimmt mir meine Mama weg“, kam es fast heulend. „Ach. Nimmt sie nicht.“ „Ich hab eh 4 Kinder nicht nur 2.“ „Ja. Der eine meckert dauernd das andere Kind an und irgendwie ist das pervers.“ „Ich hätte gerne einen Tag wo sie nicht rumschreien und Valentin nicht beleidigt ist.“ „Das wirst du nicht erleben Schatz“, sagte Alex hinter mir. „Solang wie ich euch kenne wirst du das wirklich nicht erleben“, meinte David. Diana wollte zu Alex. Das durfte sie auch. Ich gab sie ihm. „Also. Ich koche heute. Esst ihr zwei auch mit?“, fragte ich lieb. „Was gibt es denn?“ „Ich dachte an Fisch.“ „Ok.“ Alex hielt schön den Mund. „Schön. Gut zu wissen. Dann soll Nikar einkaufen gehen.“ „Ok. Passt“, meinte Alex. „Sag du es ihm bitte. Ich muss zu unserer Zicke.“ „Ok.“ Ich ging zu Valentin. „Was willst du?“, fragte Valentin. „Was ist mit dir und Annabell?“ „Ach. Sie beschwert sich, das ich keine Zeit für sie habe.“ „Hast du denn Zeit für sie?“ „Naja. Ab und an. Ich mach eher was mit Chris.“ „Ich geb ihr extra frei, damit ihr was machen könnt. Schatzi, nimm dir einen Tag Zeit.“ „Ja werde ich machen. Sie kann ja mitkommen.“ „Ich nehm sie irgendwann mit.“ „Ok, aber sie will jeden Tag was machen. Das wird mir zu viel.“ „Ich versteh dich ja, aber einen Tag kannst du doch opfern und mir ihr ins Kino zu gehen oder?“ „Mach ich morgen. Ok?“ „Ja. Ist ok.“ „Bekomm ich Taschengeld, damit ich sie einladen kann?“ „Sag mal. Verdienst du bei deinem Vater nichts?“ „Doch, aber ich kauf mir überhaupt keine Spiele für meine Konsole.“ „20 Euro reichen?“ „Ja. 20 Euro reichen. Danke.“ Ich gab ihm das Geld. „Sollte es mehr kosten zahl es und ich geb dir das Geld. Spar ein bisschen Geld.“ „Ok. Hatte ich vor.“ „Ja. Rede mit deinen Vater über sowas.“ „Ok. Werde ich machen.“ „Gut. Viel Spaß im Kino.“ Ich ging wieder zu David und Alex. Die Kleinen spielten mit sich selbst. Alex und David waren in der Küche bei Annabell. Sie weinte immer noch. Die zwei schauten verzweifelt. Alex schaute mich hilfesuchend an. „Sag mal. Was verdient Valentin bei dir?“  „Genug. So einen Tausender.“ „Ok. Das bekommt er bei mir auch.“ „Wieso fragst du? Geht ihm etwa das Geld aus? Was macht der?“ „Er ist pleite.“ „Das glaub ich ihn irgendwie nicht.“ „Es ist mir egal. Er hat jetzt 20 Euro bekommen, damit er Morgen mit Annabell ins Kino gehen kann.“ „Ok. Ich werde wenn er nicht da ist, sein Zimmer durchsuchen. Er wollt soweit ich weiß einen versteckten Tresor kaufen.“ „Weißt du warum Nicolai kein Geld im Tresor hat?“ „Nein. Weiß ich nicht.“ „Dieser Tresor hat seit Jahrhunderten den selben Pin und seine Kinder bedienen sich da.“ „Ok. Was kaufen die?“ „Keine Ahnung, aber ich fand das auch nützlich.“ Ich fing nebenbei an zu kochen. Nikar war vorher einkaufen. Ich kippte ein Fenster, sonst roch es im ganzen Haus nach Essen. Alex beobachte mich. Er sagte aber nichts. Er wusste genau, dass ich sonst zickig wurde. Ich schnitt eh nur Gemüse und dünstete es. Annabell schaute auf. Sie sah sehr verheult aus und sagte fragend; „Oney?“ „Ja, bitte?“ „Meinst du Valentin geht fremd?“ „Nein. Wie kommst du da drauf?“ „Warum geht man sonst in den Puff?“ „Um zu saufen.“ „Achso. Darf ich dir helfen?“ „Kannst du gerne.“


Alexander: Samstag 13.12.2029

Oney und Annabell unterhielten sich noch wegen der Pfeife, ala mein Sohn. Ich ging zu David ins Wohnzimmer, wo er sich hin verzogen hatte. „Achja. Stört es dich, das Diana meine Frau Mama nennt?“, fragte ich. „Nein. Du bist ja auch der zweit Papa.“ „Ach, bin ich das?“, fragte ich frech. Das war mir neu. „Jop, bist du. Danke, dass ihr auf sie immer aufpasst. Du weißt ja ein Kind im Puff ist doof.“ „Ja. Deswegen passen wir auf. Wir verstehen dich da. Es wäre gefährlich wenn jemand rausfindet, dass du ein Kind hast. Entführt ist jemand schnell.“ „Leider ja.“ In dem Moment kamen schon Diana und Alexja. „Guck mal. Die hat mir Mama geschenkt.“ Sie hielt die Puppe, die Alexja auch hatte in der Hand und zeigte sie David. „Ja süß. Hast du brav danke gesagt?“ „Ja hat sie.“ Er stand auf und fragte Oney: „Bekommst was für die Puppe? Ich hasse es wenn du immer was herschenkst?“ „Nein, ich krieg nichts dafür. Ich schenke deiner Kleinen gerne Sachen.“ „Ja, aber es ist mir peinlich, das du das alles zahlst“, kam es von ihm. Ich grinste. Oney sah die Kleine doch eh schon als Tochter an. „Ich kann schlecht zu ihr sagen, nein geh zu Papa, der kauft dir das dann. Zudem sehe ich sie eh schon als, mein eigenes Kind an.“ „Trotzdem würde ich gerne auch mal für sie zahlen“, sagte David geknickt. „Wir können Morgen mit ihnen einkaufen gehen.“ „Wieso nicht? Dann komm ich morgen Nachmittag vorbei.“ Oney nickte und sagte lieb: „Essen ist fertig.“ Sie brachte Alexja und Diana ins Esszimmer. Wir folgten. Annabell war bereits da und Valentin kam auch runter. Beide redeten nicht miteinander. Oney fütterte Diana recht liebevoll. Mit der Hilfe von Stofftieren, ala die mögen Gemüse. „Deswegen isst sie hier Gemüse“, sagte David verwundert. „Wie? Sie isst bei dir kein Gemüse?“ „Richtig.“ Ich schaute Annabell zu. Wenn Blicke töten könnten. Armer Valentin. Er wäre tot. Oney wollte essen und die Kleinen wollten auch ihr Essen. Sie teilte lieb. David schaute verwundert. Jaja Kinder. Ihr habt was anderes, genau. Oney meinte streng zu Valentin und Annabell: „So. Ihr beide geht jetzt ins Kino. Ihr nervt mich.“ Sie gingen beide in Valentins Zimmer und zogen sich um.