Leseprobe Oneys Welt 1



Kapitel 1


Es war einer dieser Tage, als ich kein Blut und keinen Sex hatte. So etwas war nervend, aber nunja. Ich saß in meiner Akademie und bezahlte Rechnungen. Dabei war es nicht einfach diese beiden Dinge zu holen. Es war schon spät und ich konnte bald gehen. Als Chefin war ich immer länger da. Sonst wäre es ein wenig blöd wenn ich immer eher abhaue. Das wäre kein gutes Beispiel. Ich ging aus dem Büro. Ich sperrte es zu und ging zur Sekretärin. „Ich bin jetzt nicht mehr da. Wenn was Wichtiges ist ruf mich an.“ Sie nickte und ich ging Richtung Heimat. Ich entschloss mich, aber spontan wegen des schönen Wetters einen Spaziergang durch den Wald zu machen. Mitten im Wald joggte ein gutaussehender Mensch an mir vorbei. Er war  sportlich. Er hatte mittellange Haare und blaue Augen. Ich joggte ihm nach und redete ihn an: „Hi.“ Er schaute mich irritiert an und blieb stehen. Er wirkte schüchtern. Ach, wie süß. „Ja?“ „Ich bin Oney und du?“ „Andy.“ „Schön dich kennenzulernen. Joggst du öfter hier?“  „Heute das erste Mal normal im Wald, aber da sind zu viele Werwölfe. Da habe ich Angst, die sind schneller wie ich, wenn sie Hunger haben.“ „Mutig. Die meisten trauen sich nicht zum Joggen im Wald.“ „Naja. Ich hänge an meinen Leben und war immer mit einer Gruppe joggen. Nur die zogen weg. Es ist hier eine zu große Werwolf und Vampirdichte. Zudem soll es eine Dämonin hier geben.“ „Ach. Sowas gibt es wirklich? Wollen wir Tee trinken?“ „Ich trinke eher Kaffee, aber gerne.“ Er grinste verschmitzt. Ich führte ihn zum Teehaus. Die hatten auch Kaffee. Was groß auf dem Schild draußen stand. Wir setzten uns und er fragte: „Redest du öfter wildfremde Kerle beim Joggen an?“ „Nein. Dich fand ich süß.“ Er wurde leicht rot. Na hoffentlich schmeckte er auch so süß wie er war. „Äh. Ja sorry. Ich bin es nicht gewohnt angebaggert zu werden. Ich bin dafür anscheinend zu schüchtern.“ Er kratze sich am Nacken und grinste wieder. Sein Kaffee und mein Tee wurden gebracht. Beides hatte ich vorhin bestellt. Wir tranken  beide unsere Getränke und ich fragte: „Wie alt bist du eigentlich?“ „22 und die Dame? Ich weiß, dass fragt man eigentlich nicht, aber ich bin neugierig.“ „19.“ Ich grinste lieb und als wir fertig getrunken hatten schaute ich ihn verführerisch an. „Wollen wir zu mir gehen?“ Er schaute seltsam. Bisher konnte mir kein Mensch widerstehen, also sag jetzt nichts Falsches Andy. „Klar. Wo wohnst du?“ „Nicht weit weg.“ Er nickte und wir joggten zu mir nach Hause. Ich gab ihm vor der Haustüre einen Kuss. Er erwiderte den Kuss. Gut küssen konnte er für einen Menschen. Hoffen wir, dass er auch andere Dinge gut konnte. Ich zog ihn in die Wohnung. Vorbei an allen Zimmern und ins Schlafzimmer. Ich zog ihm ohne Vorwarnung die Klamotten Leib. Er schaute verwundert, aber als ich mich auch auszog schaute er nur noch angegeilt. Genau so wollte ich ihn haben. Ich verführte ihn indem ich seinen Hals küsste. Er erwiderte das mit einen leisen aufstöhnen. Ich stieß ihn sanft aufs Bett. Ich wollte ihn jetzt haben, nicht später. Sonst muss ich ihn gleich essen. Ich setzte mich auf ihn und er drang in mich ein. Wenigstens hatte er keinen kleinen. Wir hatten langen Sex. Ich kam vor ihn und biss ihn sofort, noch bevor er kam in den Hals. Er bemerkte erst jetzt meine Reißzähne und das meine Augenfarbe gewechselt hatte. Sie war nun blutrot. Er wollte schreien, aber bevor er das konnte hatte ich ihn bereits leergesaugt. Tja, selber Schuld wenn er mit einer Fremden ins Haus geht. Ich war der Dämon den er fürchtete. Seine Leiche nahm ich mit und warf sie Blacky zum Fressen hin. Der schwarze Panter brachte sie anscheinend zu seinen Weibchen. Er rannte mit der Leiche nach draußen. Ich ging duschen und legte mich anschließend ins Bett. 

 

Gleich am nächsten Morgen kam Vati vorbei. Hatte er ein Glück das ich schon wach und vor allen Dingen schon angezogen war. Er machte sich einen Tee und fragte:  „Findest du nicht, das es langsam an der Zeit ist einen Ehemann zu suchen?“ „Nein.“ „Warum nicht?“ „Warum schon?“ „Du wirst auch nicht jünger.“ „Danke Vati. Ich bin erst 500 Jahre alt.“ „Ja. Das stimmt schon, aber du solltest auch für Kinder sorgen.“ „Ich will noch keinen Mann. Ich bin zufrieden mit meinen Affären.“ „Wir sind aber nicht zufrieden.“ „Wir sind der Meister und du?“ „Richtig. Entweder du suchst jetzt selbst oder du wirst zwangsverheiratet.“ „Bitte was?“ „Du hast zu tun was verlangt wird.“ „Aber, ich möchte noch keine Kinder und eine Familie.“ „Du hattest doch schon Beziehungen. Also warum jetzt nicht?“ „Weil ich es genieße frei zu sein.“ „Das wird sich ändern. Du hast Pflichten.“ „Ich erfülle mein Pflichten. Ich soll die Akademie leiten.“ „Das machst du auch gut. Dennoch sollst du einen Mann haben.“ „Ich will keinen. Das kannst du dem Meister auch so sagen.“ „Ach Kind. Überleg dir das gut.“ „Ich will jetzt noch keinen Mann!“ „Warum nicht?“ „Ich will nicht Mutti und Hausfrau sein!“ „Das musst du leider irgendwann.“ „Das ist mir egal. Irgendwann ist nicht jetzt!“ „Beruhig dich wieder.“ „Ich will mich nicht beruhigen.“ Vati verpasste mir eine Ohrfeige. Ich hielt mir die Wange und sagte nichts. „Ich sage dem Meister Bescheid.“ Ich nickte und er verschwand. Kinder und Ehemann, das ist gar nicht meins. Ich will viele Männer. Besser gesagt, ich brauche viele. Ich kann nichts dafür, dass alle beim Sex sterben. Selbst Vampire geben den Löffel ab. Vermutlich weil sie Blutleer sind. Ich kicherte. Ich war grausam und genoss es auch. Vielleicht sollte ich noch ausgehen und mir ein neues Opfer suchen. Männer sind leicht zu haben. Ich bin auch sehr hübsch. Ich wollte mich auf den Weg zum Black Hole machen, als Vati vor mir stand. „Wohin willst du?“ „Ich will ausgehen.“ „Das kannst du Heute knicken.“ „Warum?“ „Der Meister hat einen Mann für dich. Dieser wartet auf dich.“ „Das mir egal. Geh auf die Seite!“ „Nein! Du kommst mit.“ Er packte mich an der Hand. „Was soll der Mist?“ „Hab ich dir vorher gesagt.“ Er zwinkerte uns in die Unterwelt. Nun standen wir vor einen Haus. In der Unterwelt sah das alles ein bisschen anders aus, mehr wie ein Erdhügel mit Tür und Fenster. „Was wollen wir hier? Ich denk ich soll zum Meister?“ Vati öffnete ohne ein weiteres Wort die Tür und schob mich rein. Wie ich bemerkte war der Meister auch anwesend. Er schaute mich erbost an. Er saß mit noch jemand an einen Marmortisch. Dieser schaute mich eher gierig an. Ich und Vati setzten uns dazu. Was blieb mir auch anderes übrig als das zu machen. Wir tranken alle zusammen einen Tee. Danach sprach der Meister: „Oney. Das ist Armon und er wird dein Mann sein. Nachdem du dich nicht an Regeln hältst werdet ihr zwangsverheiratet.“ Ich sagte dazu nichts. „Armon hat da nichts gegen. Er wurde schon befragt.“ „Ich wäre dumm hätte ich was dagegen“, sagte dieser grinsend. Mir passte das ganze gar nicht und ich schmollte. „Das hilft dir jetzt auch nicht mehr Oney. Ich hab dir lang genug zugesehen.“ „Aber …..“ „Nichts aber. Dein Gerede von wegen, ich bin noch bereit dazu, nervt mich langsam. Find dich jetzt damit ab!“ „Ja Meister.“ „Na also. Geht doch.“ „Was ist mit der Akademie?“ „Keine Sorge. Du darfst sie behalten. Du musst dich nur mit deinen Mann anfreunden.“ Ich nickte. „Du darfst arbeiten gehen. Auch Oben schlafen, aber er ist da wo du bist verstanden?“ „Ja. Auch beim Arbeiten?“ „Da nicht, aber du darfst nicht dort bleiben. Du läufst immer so gerne weg und versteckst dich für einige Zeit.“ „Gar nicht wahr.“ „Ach Oney.“ Er klopfte mir auf die Schulter und ging mit Vati. Nun war ich alleine mit diesen Armon. Er sah nicht schlecht aus, aber dennoch wollte ich keinen Ehemann. Er kam neben mich und steckte mir meinen Ehering an. „Damit jeder weiß, das du zu mir gehörst Süße.“ Ich nickte. Er gab mir nochmal einen Tee. „Du willst nicht mit mir reden oder?“