Leseprobe Oneys Welt 2



Kapitel 1

 

Armon kümmerte sich rührend um mich. Unser drittes Kind war unterwegs und Armon war sehr nervös. Pikuja war fast jeden Tag bei uns. „Oney. Du solltest am besten zu deinen normalen Frauenarzt gehen. Ich habe nicht so viel Zeit“, sagte Pikuja. „Ich möchte nicht das Oney rausgeht“, meinte Armon. „Du solltest aufhören deine Frau einzusperren.“ „Ja. Ich mach mir nur Sorgen um sie.“ „Armon. Sie kann auf sich selbst aufpassen. Der Meister möchte, dass sie wieder die Akademie leitet.“ „Na schön. Wir sollten lieber das machen was der Meister sagt.“ „Darf ich jetzt auch mitreden?“, fragte ich. Pikuja nickte. „Ich möchte Armon nicht verärgern.“ „Du solltest die Akademie wieder leiten Schatz.“ „Na schön.“ „Wegen deinen Frauenarzt, das ist auch ok.“ „Du kennst Michael. Denk ich.“ „Ja. Er hat bei Opa gelernt, obwohl er ein Vampir ist.“ „Es ist besser wenn Oney hier einen Frauenarzt hat, der sich auskennt“, sagte Pikuja. „Ja, ich weiß.“ „Oney. Du solltest dort später hingehen.“ „Werde ich machen.“ „Ich habe einen Termin für dich ausgemacht.“ „Danke. Wann ist er?“ „In zwei Stunden.“ „Ok.“ „Überarbeite dich nicht und hör brav auf Michael.“ Ich nickte und Pikuja verschwand. Armon küsste mich. „Ich werde mit den Jungs alleine einkaufen gehen.“ Er grinste mich an. „Schaffst du das?“ „Natürlich. Die Jungs sind immer brav.“ Ich nickte. „Ich werde die Kinderzimmer einrichten.“ „Gefallen sie dir nicht?“ „Doch, aber Lukas hat nicht wirklich sein eigenes und für unsern neuen Sohn brauchen wir auch ein Zimmer.“ „Ich weiß.“ „Ich hätte gerne ein Mädchen.“ „Ein Junge ist doch auch toll oder nicht?“ „Natürlich. Ich liebe unsere Kinder.“ Ich küsste Armon. Ich stand auf und ging in die Küche. „Schatz. Du sollst nicht so viel machen. Pikuja meinte, doch du sollst dich ausruhen.“ „Ich bin schwanger und nicht krank.“ Er strich mir über die Wange. „Ich mache mir nur Sorgen um dich.“ „Ich mach mir nur Tee. Später geh ich auch zu Michaels Praxis.“ „Pass aber auf.“ „Es wird nichts passieren.“ „Kannst du später bitte von Zuhause aus arbeiten?“ „Ich wollte nicht jeden Tag in die Akademie schauen.“ „Sehr schön. Du darfst machen was du willst. Ich hoffe das ist dir klar?“ „Ja ist es mir.“ „Gut.“ Artur und Lukas kamen zu uns gelaufen. „Mama. Haben wir noch Tee?“, fragten beide. Ich ging zum Kühlschrank. Ich schaute hinein. Die Glaskaraffe die dort sonst mit Tee stand war nicht da. „Ich glaube, Papa hat da was vergessen.“ „Oh. Tut mir leid“, sagte dieser. Ich grinste und sagte: „Das ist nicht so schlimm. Ich mache euch einen Tee.“ „Danke Mama.“ Beide setzten sich an den Küchentisch und warteten. „Blaubeere oder Himbeere?“, fragte ich. „Blaubeere“, kam es von beiden. Immerhin waren sie sich einig. Ich schenkte mir grünen Tee ein und wusch den Teekocher aus. Ich füllte ihn mit Wasser und setzte Blaubeertee auf. Für den grünen Tee benutzte ich unsere Kapselmaschine. Artur schaute dem Tee beim Aufkochen zu. Ich goss den fertigen Tee in unsere Glaskaraffe und warf 2 Eiswürfel hinein. Ich gab meinen Jungs zwei Gläser und schenkte ihnen ein. „Passt auf, der Tee ist noch etwas heiß.“ „Ja Mami.“ Ich setzte nochmals den selben Tee auf. Die Karaffe war nur zur Hälfte gefüllt. Armon schaute mir zu und sagte nichts. Als der Tee fertig war, füllte ich ihn um und stellte die Karaffe in den Kühlschrank. Armon schaute mich an. „Findest du nicht, das du ein wenig Gesundheitsfanatisch bist?“ „Nein. Wie kommst du darauf?“ „Es ist Bio Tee und es kommt kein Zucker hinein.“ „Aber, Schatzi. Es ist der beste Tee hier und außerdem braucht man keinen Zucker im Tee. Es wird sonst nur zu süß.“ „Na schön. Ich werde auch Tee ohne Zucker kochen.“ „Danke.“ „Das mache ich gerne für dich Süße.“ Er küsste mich. Artur und Lukas räumten ihre Gläser auf und verließen die Küche. „Ich sollte langsam los gehen“, meinte ich lieb. „Pass auf dich auf. Ich geh mit den Jungs einkaufen und hole dich danach ab.“ „Bis später Schatz.“ Ich zog mir meine Schuhe an und griff zur Jacke. Armon kam mit einen Schal zu mir. Er legte ihn mir um sagte: „Draußen ist es kalt. Du sollst nicht krank werden.“ Ich grinste ihn an und küsste ihn. Er drückte mich nochmals. Ich ging nach draußen und schloss die Tür hinter mir. Ich ging meistens zu Fuß. Es gab viele Abkürzungen. Diese nutzte ich immer. Ich war schneller als gedacht in Michaels Praxis. Ich meldete mich an und wurde ins Wartezimmer geschickt. Dort setzte ich mich hin und wartete. Ich streichelte meinen Bauch. Das Kind trat etwas. Ein Herr saß neben mir. Er beobachtete mich. Ich schaute ihn an. „Kann ich ihnen helfen?“, fragte ich lieb. „Nein. Es tut mir leid. Ich wollte sie nicht anstarren.“ „Ist ok.“ „Wissen sie meine Freundin und ich versuchen schon lange ein Kind zu bekommen und es funktioniert nicht. Ich würde meine Frau nur auch gerne mal so sehen.“ „Ok. Es wird schon noch funktionieren.“ „Das hoffe ich, das hier soll der beste Arzt sein, wie ich hörte.“ „Michael ist ein sehr guter Arzt.“ „Sie dürfen ihn per Vornamen anreden?“ „Ich kenne ihn schon lange, noch bevor er die Praxis hatte.“ „Achso. Das erklärt einiges.“ „Sie müssen nicht eifersüchtig sein.“ Er nickte und fragte: „Ist das ihr erstes Kind?“ „Nein. Mein drittes.“ „Dann haben sie einen guten Mann.“ „Ja, den hab ich.“ Ich grinste und laß weiter meine Zeitschrift. Nach 10 Minuten kam Micheal persönlich ins Wartezimmer. 

 

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